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Probleme für Immobilienbesitz für Ausländer?
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Autor:  .Q. [ Di Okt 20, 2009 11:58 am ]
Betreff des Beitrags:  Probleme für Immobilienbesitz für Ausländer?

So weit nicht schon unter: http://verlosungsforum.com/viewtopic.php?f=25&t=19 erklärt hierzu auch an dieser Stelle noch eine Aussage.

Im Gegensatz zu manchen Europäischen Staaten (wie z.B. Österreich) die zumindest Nicht-Eu-Bürgern beim Erwerb von grundbücherlichem Eigentum gerne Steine in den Weg legen, gibt es derlei in Nordamerika (USA & Kanada) nicht.

Ausländische Immobilieneigentümer werden auch nicht, wie z.B. in Spanien, anders besteuert sondern sind Inländern auch hier völlig gleich gestellt.

Lediglich den Aufenthalt in der eigenen Immobilie betreffend machen z.B. die USA gerne einen Strich durch die Rechnung und so Mancher der unter dem Visa-Waiver Programm (3 Monate Aufenhalt für EU-Bürger ohne Visum) länger in seinem eigenen Haus bleiben wollte hat sich plötzlich bei der Einreise rüde wieder ausgewiesen gesehen!
Von den Kanadiern ist derlei Verhalten nicht bekannt.

Das liegt aber auch und vor allem an der wirklichen US-Grundeigenschaft nicht differenzieren zu können. Dinge sind entweder "weiss" oder "schwarz" - die Tatsache dass das meiste im Leben irgend eine Art von Grauschattierung ist, packen "die Amis" schon rein mental nicht.
Mexikaner sind "Immigrants" und "etwas Abzulehnendes".....
Kubaner sind "Immigrants" und "etwas Abzulehnendes".....
Wenig verwunderlich dass Europäer die über Geld und lastenfreie Immobilien verfügen in den gleichen Topf geworfen werden.

Aber, OK, hier geht es ja um Kanada und die Kanadier sind da schon deutlich flexibler und in der Lage zu differenzieren.
Der derzeitige Eigentümer der Immobilie ist auch nicht Kanadier sondern Europäer und hat berichtet niemals irgendwelche Schwierigkeiten gehabt zu haben. Auch er hat - wie der Gewinner(!) - keine Schulden auf dem Objekt, und eine lastenfreie Immobilie, noch dazu von der Klasse, in Kanada zu besitzen ist fast schon wie ein persönliches Empfehlungsschreiben des Premieministers! LOL

Einziger Punkt bei dem Ausländer in den USA und Kanada in Bezug auf Immobilien anders behandelt werden als "Inländer" ist im Verkaufsfall.

Beim Verkauf einer Immobilie in Nordamerika fällt die s.g. "Capital Gains Tax" an. Also eine Steuer auf den Gewinn zwischen ursprünglichen "Ankaufspreis" und "Verkaufserlös". Auch in Nordamerika gibt es da verschiedene Fristen und Ausnahmen - wie in Europa ja auch: z.B. wenn man die Immobilie als Hauptwohnsitz genutzt hat, und binnen z.B. 2 Jahren nach dem Verkauf eine andere Immobilie als Hauptwohnsitz erwirbt, dann sind die Gewinne steuerlich befreit.

Da der Staat bei einem Ausländer ja nicht weiss ob er bleiben und sich etwas anderes kaufen wird, wird in aller Regel eine 10% "Withholding Tax" auf den Verkaufserlös einbehalten und gegen eine entsprechende Steuererklärung abgerechnet.

Man hat in so einem Fall mehrere Möglichkeiten:
(a) Entweder man "schenkt" dem Staat diese 10% und zieht mit den verbliebenen 90% seiner Wege..... oder
(b) Man reicht eine entsprechende Steuererklärung ein und versucht sich zumindest einen Großteil dieser 10% wieder zurück zu holen... oder
(c) Man bedient sich sehr einfacher Mechanismen die wir mit unserer internationalen Erfahrung gerne auch unseren Gewinnern zur Verfügung stellen und erspart sich den ganzen Zirkus von Anfang an.
:-)

"Problem" sollte diese ganze Angelegenheit für den Gewinner so oder so nicht sein, denn soweit es die Rechtsform" betrifft in welcher die Eigentumsübertragung an den Gewinner erfolgt so wird dies ein ganz normaler Kaufvertrag sein, der den vollen Betrag als Kaufpreis ausweist. In Nordamerika darf man sich viel erlauben, "Steuerhinterziehung" ist dort KEIN Kavaliersdelikt und "Halb-Schwarzgeschäfte" bei Immobilientransaktionen daher völlig unbekannt.

Man macht es einfach ordentlich - aber auch wenn man es ordentlich macht gibt es ja gewisse Freiräume die man nutzen kann!

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