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 Betreff des Beitrags: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Fr Jan 08, 2010 9:52 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beiträge: 531
Die Zeitschrift Focus hat in ihrer Online-Ausgabe folgenden Artikel (hier zum Nachlesen im Original) veröffentlicht.

Dieser Artikel ist nur scheinbar positiv oder wenigstens neutral, denn der Teufel steckt (wie üblich) im Detail. Focus dürfte das absolut bewusst sein, denn sämtliche unserer Kommentare, sowohl als Gast als auch später als registriert User wurden nicht veröffentlicht.
Auch ein eigens eröffneter Beitrag in deren Forum, der nichts weiter enthielt als einen Link zu deren eigenen Artikel (!) und der Aufforderung doch mal die Meinungen zu posten wurde entfernt. Für mich persönlich das schlimmste Armutszeugnis das sich ein Medium selber ausstellen kann.

Nun gut, hier zunächst der Artikel:
Zitat:
04.01.2010, 14:19 // Immobilien // Mit LosglĂĽck zum Eigenheim

Immer mehr EigentĂĽmer versuchen, ihre Immobilien via Gewinnspielen loszuschlagen. Laut Experten stehen Anbieter wie Teilnehmer aber mit einem Bein im Knast.

Mit Glück gibt´s das Traumhaus fast umsonst

Für 99 Euro, 25 Euro oder auch nur 19,90 Euro können Bundesbürger zu stolzen Hausbesitzern werden. So gibt es beispielsweise eine zweistöckige Villa im mediterranen Stil – hinter dem Haus ein großer Swimmingpool – mit etwas Glück für 99 Euro. Das Haus steht in Hatten bei Oldenburg und kann mit einem Los gewonnen werden, ohne weitere Kosten. So verspricht es der Anbieter mit Sitz in Zypern auf seiner Homepage.

Interessenten müssen nach Beantwortung einer Frage eines oder mehrere der insgesamt 19 999 Lose kaufen und auf den 27. März 2010 warten. Dann soll das Haus auf Zypern verlost werden, wenn bis dahin alle Lose verkauft wurden. Sonst wird das Spiel verlängert oder es gibt das Geld zurück.

Das hört sich nicht schlecht an, zumal die Gewinnquote von 1 zu 20 000 verglichen mit Lotto von 1 zu 140 Millionen erheblich attraktiver scheint. Das niedersächsische Innenministerium jedoch sieht in dem Angebot ein illegales Glücksspiel. „Es geht dort nicht um Wissen, sondern das Haus wird ausgelost“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Der Anbieter wird eine Untersagungsverfügung bekommen“, kündigte er an. Denn weil das Spiel sich an Deutsche wende und sich um ein Objekt in Niedersachsen drehe, gelte deutsches Recht. Und danach ist nur staatlich genehmigtes Glücksspiel legal, etwa Lotto.

GlĂĽcksspiel-Vorwurf gerechtfertigt?

Ob ein Glücksspiel vorliegt, wird dem auf die Materie spezialisierten Hamburger Rechtsanwalt Martin Bahr zufolge daran gemessen, ob der Einsatz erheblich und das Ergebnis vom Zufall abhängig ist. Ersteres sei stets zu bejahen, denn jeder Einsatz von mehr als 50 Cent gilt als erheblich. Laut Rechtsprechung liegt dann Zufall vor, wenn das Spielergebnis von unberechenbaren Ursachen abhängt. „Kein Zufall ist, wenn Wissen oder Geschicklichkeit den Ausschlag geben“, so Bahr. Quiz-Spiele à la Günther Jauch sind ihm zufolge darum das Mittel der Wahl, um Häuser auszuspielen.

Auf diese Karte setzen inzwischen andere Hausbesitzer. Nachdem ihm dies in Bayern untersagt worden war, versucht es Volker Stiny nun von Berlin mit dem Haus seiner ins Pflegeheim gezogenen Mutter. In Hamburg werben Rudolf und Renate Trapp für ihr Objekt, weil sie mit dem Erlös nach Mexiko auswandern wollen. Bei ihnen sind zum Start 75 Fragen zu beantworten, und das möglichst schnell: Nur die 1500 Besten kommen in die zweite Fragerunde und von da aus gegebenenfalls weiter. Darum darf das Quiz beliebig oft wiederholt werden. Und zur Einstimmung können Teilnehmer Probespiele spielen. „Wo kommt Wäsche zum Trocknen hin?“, fragen Trapps da. Mögliche Antworten: Fressnapf, Maulkorb, Zwinger und Leine.

Ursprünglich hatte die Hamburger Innenbehörde das Spiel untersagt und damit die vierte versuchte Hausverlosung in Deutschland unterbunden. Nach Veränderung der Teilnahmebedingungen steht es seit einigen Wochen unbehelligt im Netz. Denn anders als vorher wollen Trapps nun zum Beispiel allen Teilnehmern ihr Geld zurückerstatten, wenn nicht mindestens 25 000 Mitspieler Lose zu je 25 Euro kaufen. „Die Innenbehörde sieht gegenwärtig keinen Anlass, gegen das Haus-Quiz einzuschreiten“, sagt ein Sprecher der Behörde.

Anwalt rät zur Vorsicht
Rechtsanwalt Bahr vertritt selbst mehrere Mandanten, die ihr Haus verspielen wollen. „Ich muss Wissensfragen stellen, dann kann ich das machen“, urteilt er. Insgesamt sei dies aber ein heikles Gebiet, denn man stehe schnell mit einem Bein im Gefängnis. Nach dem Strafgesetzbuch müssen Veranstalter mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen, Teilnehmer mit bis zu sechs Monaten.

Bahr rät potenziellen Teilnehmern aber noch aus einem anderen Grund zur Vorsicht, gerade wenn Anbieter im Ausland sitzen. „Denn verstößt das Angebot gegen deutsches Recht, habe ich keinen einklagbaren Anspruch“, sagte er. Aus der Traum vom erspielten Haus, wenn der Veranstalter den Gewinn dann nicht herausrücken will.


Dann noch, was einer gewissen Ironie nicht entbehrt:
Zitat:
Wenn Sie dieses oder ähnliche Themen mit anderen diskutieren wollen, besuchen Sie unsere Foren
...denn hier hat Focus "vergessen" dazu zu sagen, dass selbstverständlich nur solche "Diskussions-Beiträge" zugelassen werden, welche die Blattlinie bestätigen - sonst wird gelöscht und zensiert.

Armselig halt.

_________________
Und wenn ich übers Wasser laufen könnte, würde es welche geben die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

Anfang 2010 habe ich wegen massiver gesundheitlicher Probleme die Leitung von QUAEVS an meine Frau plus Assistenten/Geschäftsführer übergeben.
Man kann zu Recht sehr viel Böses über Lucie sagen, - das Scheitern dieses Projektes ist aber NICHT ihre Schuld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Fr Jan 08, 2010 11:04 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beiträge: 531
Gut, - mag sein, dass es hier nicht so viele Leute lesen, aber ich werde sicher nicht darauf verzichten diesen Artikel zu kommentieren. Und HIER kann mir Focus nicht den Mund verbieten.

Zitat:
Immer mehr EigentĂĽmer versuchen, ihre Immobilien via Gewinnspielen loszuschlagen. Laut Experten stehen Anbieter wie Teilnehmer aber mit einem Bein im Knast.

Das ist schlicht und ergreifend eine Unwahrheit, längst ausführlich - auch in diesem Forum - widerlegt:
Teilnehmer befinden sich NICHT "mit einem Bein im Knast"! - zumindest nicht wenn sie an einer Hausverlosung teilnehmen welche in Ă–sterreich oder sonst einem Land veranstaltet wird wo diese Form des Spiels legal ist, denn:
In Deutschland verboten ist die Teilnahme an einem illegalen GlĂĽckspiel.
Deutschland hat NICHT die Rechtshoheit darüber zu entscheiden was anderswo legal oder illegal wäre.
Nimmt ein Deutscher beispielsweise an einer österreichischen (und daher legalen) Hausverlosung teil, dann beteiligt er sich an einem legalen Glückspiel und das ist auch in Deutschland nicht strafbar.
(Eigentlich sowas von logisch, aber OK: Es genĂĽgt den Auftraggebern solcher Artikel wohl auch die Saat des Zweifels auszustreuen....)

Auch der Anbieter befindet sich keinesfalls "mit einem Bein im Knast" - so lange er die Verlosung in einem Rechtsraum veranstaltet in welchem er das darf.
"Mit einem Bein im Knast" befinden sich Anbieter nur wenn sie auf Betrug aus sind - aber BetrĂĽger befinden sich nun mal immer mit einem Bein im Knast. (Ausser sie sind Banker)
Also was soll dieser "Hinweis"?

Zitat:
Mit Glück gibt´s das Traumhaus fast umsonst
......So gibt es beispielsweise eine zweistöckige Villa im mediterranen Stil – hinter dem Haus ein großer Swimmingpool – mit etwas Glück für 99 Euro. Das Haus steht in Hatten bei Oldenburg und kann mit einem Los gewonnen werden, ohne weitere Kosten. So verspricht es der Anbieter mit Sitz in Zypern auf seiner Homepage.

Na und?
Zypern ist Mitglied der EU.
Zypern vergibt GlĂĽckspiel-Lizenzen
Lt. Artikel 49 des GrĂĽndungs-Vertrages der EU verpflichten sich alle Mitgliedstaaten den freien Verkehr von Dienstleistungen ungehindert zuzulassen. (Das steht nicht: "Nur jene Dienstleistungen gegen die wir vor Ort nichts haben")
GlĂĽckspiel ist eine Dienstleistung.
Ende der Geschichte.
(Nicht ganz, denn da der besagte Anbieter über keine solche Lizenz verfügt (Siehe z.B.: http://www.gambling.li/jurisdiction/cyprus.html kann er sich auch nicht auf diesen § berufen.
ABER: Das ist allenfalls eine zivilrechtliche Frage die in Zypern zu klären wäre, nicht von Focus und an und fürsich auch noch nichts mit "einem Bein im Knast" zu tun hat.
Es ist nur billigie Polemik.
Weiter eigentlich nichts.
(Hatten die Deutschen das nicht schon sattsam, dass mit mehr oder weniger subtilem Schüren von Fremdenhass Katastrophen ausgelöst wurden? Und bei sowas macht ein Magazin wie Focus mit?)

Zitat:
.....Das hört sich nicht schlecht an, zumal die Gewinnquote von 1 zu 20 000 verglichen mit Lotto von 1 zu 140 Millionen erheblich attraktiver scheint.

Wieso "scheint"?
Das IST so! Wieder eine kleine Dosis "subtiler Agitation".

Zitat:
Das niedersächsische Innenministerium jedoch sieht in dem Angebot ein illegales Glücksspiel. „Es geht dort nicht um Wissen, sondern das Haus wird ausgelost“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Der Anbieter wird eine Untersagungsverfügung bekommen“, kündigte er an. Denn weil das Spiel sich an Deutsche wende und sich um ein Objekt in Niedersachsen drehe, gelte deutsches Recht. Und danach ist nur staatlich genehmigtes Glücksspiel legal, etwa Lotto.

Bitteschön, bei allem allenfalls gebührenden Respekt: Das ist schlicht QUATSCH!
Der gute Herr "Ministeriums-Sprecher" kann sich seine Untersagungsverfügung sonst wo hinstecken und dem deutschen Steuerzahler die Portokosten sparen. Denn: Das gibt es in keinem Land der Welt, dass ein Land einem Unternehmen in einem Anderen Land eine Unterlassungsverfügung zustellen könnte!
Ich habe das in meinem Posting auf focus.de mit einem einfachen Beispiel erklärt, das ich an dieser Stelle wiederholen möchte:
=> Wenn einer in Österreich einen Klempner-Betrieb eröffnen möchte, dann muss er dafür zunächst einen "Befähigungsnachweis" (i.e.: Meisterbrief) beibringen.
=> Wenn einer in den USA einen Klempner-Betrieb eröffnen möchte, dann hängt er draussen ein Schild auf und das wars.
=> Selbst wenn ein Österreicher in den USA einen Klempner-Betrien ohne Meisterbrief eröffnet hat Österreich schlicht und ergreifend keinerlei Rechtshoheit das unter Hinweis auf die in Österreich geltenden Regelungen zu untersagen.
Wenn sich nun einer von einem Klempner beraten lassen will und geht dazu auf die Webseite des österreichischen Klempners in den USA - dann bezieht er die Leistung immer noch in den USA, nach US-Gesetzen und nicht nach österreichischen, da die "Beratungs-Leistung" IN den USA erbracht wird.
Dass international unterschiedliches Zivil- (oder Gewerbe-) -Recht manchen Herrschaften nicht schmeckt, und dass das Internet solche Grenzen tatsächlich barriere-frei überschreiten kann, kann ich sogar nachvollziehen - Mitleid habe ich deswegen keines.

Zitat:
GlĂĽcksspiel-Vorwurf gerechtfertigt?
Ob ein Glücksspiel vorliegt, wird dem auf die Materie spezialisierten Hamburger Rechtsanwalt Martin Bahr zufolge daran gemessen, ob der Einsatz erheblich und das Ergebnis vom Zufall abhängig ist. Ersteres sei stets zu bejahen, denn jeder Einsatz von mehr als 50 Cent gilt als erheblich. Laut Rechtsprechung liegt dann Zufall vor, wenn das Spielergebnis von unberechenbaren Ursachen abhängt. „Kein Zufall ist, wenn Wissen oder Geschicklichkeit den Ausschlag geben“, so Bahr. Quiz-Spiele à la Günther Jauch sind ihm zufolge darum das Mittel der Wahl, um Häuser auszuspielen.

Entweder ist das eine sehr alte Ă„uĂźerung von Dr.Bahr oder sie wurde bewusst falsch interpretiert/ wiedergegeben. Denn:
Dr.Bahr ist sicher eine der Fach-Instanzen zum Thema in Deutschland und daher ist Dr.Bahr auch das Urteil aus Köln bekannt, wonach auch eine Verlosung mit Lospreisen von 50 Cent im Februar letzten Jahres untersagt wurde. Dr.Bahr hat dies erst in seinem jüngsten Law-Podcast wieder einmal mit recht deutlichen Worten kommentiert.
Hier gehts zu diesem Law-Podcast

Kurzzusammenfassung (Aus dem Rechtsnewsletter von Dr.Bahr vom 06.01.2010
Das LG Köln (Urt. v. 07.04.2009 - Az.: 33 O 45/09 [http://tinyurl.com/dmbkhc])
hat Anfang April 2009 entschieden, dass Gewinnspiele auch dann verbotene
Glücksspiele sind, wenn ihr Einsatz nur 50 Cent beträgt. Dies erstaunt,
denn herkömmlicherweise stufte die bisherige Rechtsprechung die Spielbeiträge
von nur einem halben Euro als geringwertig ein, so dass kein GlĂĽcksspiel
vorlag. Wenig später hat das VG Düsseldorf (Beschl. v. 16.07.2009 - Az.:
27 L 415/09 [http://tinyurl.com/nobf3v]) aus verwaltungsrechtlicher Sicht
die Entscheidung bestätigt.


Ebenso mit Sicherheit bekannt (da ebenfalls bereits von ihm kommentiert) ist Dr.Bahr das Urteil aus Berlin, wo einem Gastwirt die Verlosung seines Lokals untersagt wurde, obwohl diese Verlosung als reines Quiz-Spiel ausgestaltet war. (Also der Gewinner ausschließlich durch Wissen & Können ermittelt werden sollte.)
Die - pardon, es gibt keinen anderen Ausdruck dafür - "absurde" "Begründung" der damals zuständigen Richter:
Der Verkauf der Teilnahmsberechtigungen an diesem Quiz erfolge schließlich nicht an einem Tag, der Verkauf dieser Berechtigungen wäre sohin "gewerblich" und ist mangels eines "Gewerbescheins für den Verkauf von Gewinnspielberechtigungen" zu untersagen. (Und die Ausstellung eines solchen Gewerbescheins ist auch rechtlich gar nicht vorgesehen.)

Wenn die Behörde "derzeit"(!) keinen Anlass sieht gegen ein anderes Quiz einzuschreiten, dann entweder weil sie den Trick der Berliner Richter nicht kennen oder weil es mehr "Spaß" macht den Nagel zu einem späteren Zeitpunkt in den Sarg zu schlagen, wenn der (Image-)Schaden größer ist.
Denn, und das muss wieder einmal mit aller Deutslichkeit gesagt werden:
Hier geht es nicht darum dass "Gesetz nun mal Gesetz ist", oder gar um Gerechtigkeit, oder um sonstige an den Haaren herbeigezogene BegrĂĽndungen - hier geht es schlicht und ergreifend um den Schutz der Privat-Spielwiesen & JagdgrĂĽnde einiger weniger Monopolisten. Der Staat bekommt von diesen satte Anteile an den mehr als satten Gewinnen (der Doofe ist nur der Konsument) - und im Gegenzug setzt der Staat seine Justiz in Trab um den Status Quo aufrecht zu erhalten.
"Symbiose" nennt man sowas im Tierreich.
"Unanständig" wäre der Begriff der mir im rechtlichen Bereich dazu einfallen würde.

Zitat:
Anwalt rät zur Vorsicht
Rechtsanwalt Bahr vertritt selbst mehrere Mandanten, die ihr Haus verspielen wollen. „Ich muss Wissensfragen stellen, dann kann ich das machen“, urteilt er. Insgesamt sei dies aber ein heikles Gebiet, denn man stehe schnell mit einem Bein im Gefängnis. Nach dem Strafgesetzbuch müssen Veranstalter mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen, Teilnehmer mit bis zu sechs Monaten.

...und falls wer den Satz aus dem Intro dieses Artikels vergessen haben sollte, wird er hier zur Sicherheit nochmals wiederholt.
War es nicht ein gewisser Herman Göring der den Satz geprägt hat: "Wenn Du eine Lüge nur oft genug wiederholst, wird sie zur Wahrheit" (?)

Zitat:
Bahr rät potenziellen Teilnehmern aber noch aus einem anderen Grund zur Vorsicht, gerade wenn Anbieter im Ausland sitzen. „Denn verstößt das Angebot gegen deutsches Recht, habe ich keinen einklagbaren Anspruch“, sagte er. Aus der Traum vom erspielten Haus, wenn der Veranstalter den Gewinn dann nicht herausrücken will.

Und noch einmal eine Prise "Misstrauen gegenĂĽber Fremdem" - auch nur "zur Sicherheit":
Denn:
Auch in Ă–sterreich und Deutschland ist weder der Einsatz (durch den Anbieter) noch der Preis (durch den Gewinner) einklagbar.
Siehe auch: http://www.ibiblio.org/ais/abgb3.htm Neunundzwanzigstes Hauptstück, §§ 1269ff - speziell aber z.B. der § 1271
Wodurch wohl dokumentiert wäre, dass diese Aussage "anderen Zwecken" dient, als dem (ehrbaren!) Vorhaben Mitmenschen vor Schaden zu bewahren.

Wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte man ja fast darüber schmunzeln wie hier mit aller Gewalt versucht wird "das Unseriöse" mit "dem Ausländischen" zu assoziieren.
Die Wahl einer anderen Rechtshoheit hat mit unseriösen Absichten in den seltesten Fällen zu tun.
Im Gegenteil!
Offenbar kann man sich als Betrüger IN(!) Deutschland besonders unbehelligt bewegen - oder habe ich da etwas bei den zahllosen Berichten missverstanden wonach die ganzen "Abofallen" und "Abmahn-Anwälte" und die "dubiosen Inkasso-Firmen" IN DEUTSCHLAND domiziliert sind?

Conclusio:
Liest man den Focus-Artikel genau, zieht man die Instinke die unterschwellig angesprochen und mobilisiert werden sollen mit in Betracht, ist das ein neuerlicher, ungeheuerlicher Miesmacher-Artikel im Dienste der Monopolisten.

Tatsache ist zudem, dass spätestens seit dem 01.12.2009 (Inkrafttretung des "EU-Reformvertrages - wiewohl ich dieses Vertragswerk aus ganzem Herzen ablehne) EU-Recht ÜBER dem jeweiligen nationalstaatlichen Recht steht.
Wie die EU aber zur freien Ausgestaltung von Glückspiel steht, ist hinlänglich dokumentiert:
Allein in 2009 haben 3 Mitglieds-Staaten "artverwandte" Klagen gegen private Anbieter bis vor den EU-GH kommen lassen (Frankreich, Griechenland und Italien) - und alle drei Staaten haben vor dem EUGH verloren(!)

Deutschland wird also seine prohibitionistische Protektionspolitik der Monopol-Partner ĂĽber kurz oder lang aufgeben mĂĽssen.
Was dann bleiben wird, sind die "unspezifischen Ängste" der Menschen die durch solche Artikel wie jenem des Focus vorsätzlich geschürt werden.

Wir werden es erleben dass in den nächsten Monaten vermehrt solche Artikel auftauchen, Artikel die in der Maske des Bidermannes eigentlich ein Monster in unsere Wohnzimmern schleusen sollen.

Ganz gleich wie wenig Einfluss dieses Forum hat - aber dagegen anzukämpfen (obwohl es uns gar nicht betrifft!) ist meiner persönlichen Meinung nach schon "Ehrensache".

_________________
Und wenn ich übers Wasser laufen könnte, würde es welche geben die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

Anfang 2010 habe ich wegen massiver gesundheitlicher Probleme die Leitung von QUAEVS an meine Frau plus Assistenten/Geschäftsführer übergeben.
Man kann zu Recht sehr viel Böses über Lucie sagen, - das Scheitern dieses Projektes ist aber NICHT ihre Schuld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: So Jan 24, 2010 10:05 pm 

Registriert: Sa Dez 26, 2009 12:57 pm
Beiträge: 6
Interessant, aber sehr lang und etwas mĂĽhsam zum lesen.

Wie mein Opa zu sagen pflegte: In der KĂĽrze liegt die WĂĽrze!


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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Mo Jan 25, 2010 10:42 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beiträge: 531
Sorry!

Aber bei manchen Themen ist eine ausführliche Analyse der einzig mögliche Weg, denn der "Teufel des Details" liegt in aller Regel in dem was nicht gesagt wird!

Ich/ Wir versuchen hier wirklich zu informieren - und da ist "lang" halt einfach manchmal die einzige Möglichkeit.

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Und wenn ich übers Wasser laufen könnte, würde es welche geben die sagen:
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Anfang 2010 habe ich wegen massiver gesundheitlicher Probleme die Leitung von QUAEVS an meine Frau plus Assistenten/Geschäftsführer übergeben.
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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Fr Mär 26, 2010 11:49 pm 
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Registriert: Fr Mär 26, 2010 10:51 pm
Beiträge: 4
Wohnort: Deutschland
Hallo "Q"
ich bin neu hier und lese hier im Forum sehr viel interesantes. Ich betreibe selber seit Anfang März eine Plattform für Gewinnspiele (nach :lol: DEUTSCHER ORDNUNG :lol: ) auf der Privatpersonen ihre Gewinnspiele einstellen können. Für die, die sowas nicht programmieren wollen/können, oder aber einen Dienstleister suchen der die Sache organisiert, habe ich einen entsprechenden Service aufgebaut.

Ich möchte einen Kommentar zu folgender Textpassage von dir geben:
.Q. hat geschrieben:
Teilnehmer befinden sich NICHT "mit einem Bein im Knast"! - zumindest nicht wenn sie an einer Hausverlosung teilnehmen welche in Ă–sterreich oder sonst einem Land veranstaltet wird wo diese Form des Spiels legal ist, denn:
In Deutschland verboten ist die Teilnahme an einem illegalen GlĂĽckspiel.
Deutschland hat NICHT die Rechtshoheit darüber zu entscheiden was anderswo legal oder illegal wäre.
Nimmt ein Deutscher beispielsweise an einer österreichischen (und daher legalen) Hausverlosung teil, dann beteiligt er sich an einem legalen Glückspiel und das ist auch in Deutschland nicht strafbar.

Bei der Mitgestaltung der Teilnahmebedingungen fĂĽr meine Kunden, musste ich mich auch ziemlich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, ob es Deutschen erlaubt ist im Ausland an einer Hausverlosung teilzunehmen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass er es nicht darf.

Mit dem folgenden Beispiel möchte ich es erklären :
Einem Ehemann, welcher seine Frau mit einem Liebhaber im Bett erwischt, hat in Uruguay bei der Bestrafung die Qual der Wahl. Entweder kann er den Liebhaber samt untreuer Ehefrau umbringen oder seiner Frau die Nase abschneiden und den Liebhaber kastrieren. Das Gesetz erlaubt beides.

Willst du deine Frau also um die "Ecke" bringen, dann fahr mit ihr nach Uruguay und erwische sie beim fremdgehen..............
In Uruguay klopft man dir vielleicht noch anerkennend auf die Schulter, ich glaube aber, dass du echte Erklärungsprobleme hast, wenn du nach Österreich zurück kommst ;)

Im Prinzip musst du das auf uns Deutsche ĂĽbertragen. NatĂĽrlich dĂĽrfen wir bei euch mitspielen! Niemand in Ă–sterreich wird was dagegen sagen, kommen wir aber nach Deutschland zurĂĽck und jemand kann uns nachweisen, dass wir in Ă–sterreich an einer Hausverlosung teilgenommen haben, geht es uns wie dir, der da gerade ohne Frau aus Uruguay nach Ă–sterreich zurĂĽckkommt..........

Aber: Wo kein Kläger, da kein Richter.
(P.S. Ich kenne zwei Gewinner von Hausverlosungen, die ein echtes Problem hätten, wäre damals der Gewinn an die "Große Glocke gehängt worden")

Achim

_________________
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Sa Mär 27, 2010 9:02 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beiträge: 531
Achim hat geschrieben:
Hallo "Q"
ich bin neu hier und lese hier im Forum sehr viel interesantes.

Fein, dann erstmal "Herzlich Willkommen"!

Achim hat geschrieben:
Ich betreibe selber seit Anfang März eine Plattform für Gewinnspiele (nach :lol: DEUTSCHER ORDNUNG :lol: ) auf der Privatpersonen ihre Gewinnspiele einstellen können. Für die, die sowas nicht programmieren wollen/können, oder aber einen Dienstleister suchen der die Sache organisiert, habe ich einen entsprechenden Service aufgebaut.

Hmm, hmmm, ..... Seit Anfang März? Welchen Jahres? 2010? (Ich tu' mir an dieser Stelle echt schwer NICHT den triefenden Sarkasmus auszupacken :-)
Kleiner Tip am Rande: Wir beschäftigen uns nunmehr seit drei Jahren SEHR intensiv mit diesem Thema.... :roll:

Achim hat geschrieben:
Ich möchte einen Kommentar zu folgender Textpassage von dir geben:
.Q. hat geschrieben:
Teilnehmer befinden sich NICHT "mit einem Bein im Knast"! - zumindest nicht wenn sie an einer Hausverlosung teilnehmen welche in Ă–sterreich oder sonst einem Land veranstaltet wird wo diese Form des Spiels legal ist, denn:
In Deutschland verboten ist die Teilnahme an einem illegalen GlĂĽckspiel.
Deutschland hat NICHT die Rechtshoheit darüber zu entscheiden was anderswo legal oder illegal wäre.
Nimmt ein Deutscher beispielsweise an einer österreichischen (und daher legalen) Hausverlosung teil, dann beteiligt er sich an einem legalen Glückspiel und das ist auch in Deutschland nicht strafbar.

Bei der Mitgestaltung der Teilnahmebedingungen fĂĽr meine Kunden, musste ich mich auch ziemlich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen, ob es Deutschen erlaubt ist im Ausland an einer Hausverlosung teilzunehmen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass er es nicht darf.

......also das kann ich ja verstehen wenn man sich mit dem "Thema auseinandersetzen MUSS" - mir, für meinen Teil macht's einen Riesenspass mich damit zu beschäftigen! ... ;)
Sarkasmus (doch noch) an:
Na was'n Glück, dass sämtliche Juristen die sich bislang mit diesem Thema beschäftigt haben, zu einem anderen Schluss gekommen sind. (Da gibt's Seitenweise Gutachten darüber)
</sarkasmus>
Aber da die deutschen Staatsanwaltschaften noch nie (NIE!!) den Teilnehmer bei / Gewinner von einem "ausländischen Glückspiel angeklagt hat (also weder Hausverlosung, noch andere Spiele wie Online Poker, Casinos etc.) gibt es bislang keine Präzedenzfälle an denen man sich orientieren könnte.

Im Gegenteil!
Ein lieber Freund von mir hat in Las Vegas den Jackpot geknackt und ist mit einer Million Dollar in der Tasche nach Deutschland zurück gekehrt. Cash, - weil's so schön geraschelt hat. Brav wie er ist, hat er beim Zoll in Frankfurt das Geld deklariert, es wurde ein Protokoll aufgenommen auf dessen Grundlage er später den Gewinn noch nicht mal in der Einkommenssteuer deklarieren musste. (Bloß die in Deutschland verdienten Zinsen musste er natürlich versteuern.)

Achim hat geschrieben:
Mit dem folgenden Beispiel möchte ich es erklären :
Einem Ehemann, welcher seine Frau mit einem Liebhaber im Bett erwischt, hat in Uruguay bei der Bestrafung die Qual der Wahl........

Sorry, ich kenne Uruguayanische Gesetze nicht und habe auch noch nie davon gehört, dass eine solche Situation zur Verhandlung angestanden wäre. Ich kann Dir aber mit einem anderen Beispiel dienen, wo es sich ebenfalls um ein "Tötungsdelikt" handelte.... (wiewohl nun "Verbrechen gegen Leib und Leben" sich nicht wirklich mit Straftatbeständen von im Grunde finanzrechtlicher Natur vergleichen lassen .... aber ignorieren wir mal das Faktum, dass der von Dir ins Spiel gebrachte Vergleich hinkt.):

Ein Deutscher besitzt ein Ferienhaus in den USA. Während eines seiner seltenen Besuche dort, stellt er fest, dass es sich offenbar ein Fremder in seinem Haus "gemütlich gemacht" hat. Er legt sich mit der Waffe in der Hand auf die Lauer, und siehe da der "Einbrecher" (eigentlich nach deutschem Recht nur des "Hausfriedensbruches" schuldig) naht. Der Mann ist (a) unbewaffnet und (b) auch ein Deutscher - (der wusste, dass der Eigentümer so gut wie nie da ist.)
Nun kommt es zu folgender Situation: Der EigentĂĽmer erschiesst den "Einbrecher" beim Betreten des Hauses und wird nach der in den USA geltenden "Castle Doctrin" noch nicht einmal angeklagt.
Nach deutschem Recht wäre es im Mindesten ein krasser Fall von "Notwehrüberschreitung" gewesen, und eine Anklage wegen "Totschlag" wäre das Mindeste gewesen womit der schiesswütige Hausbesitzer hätte rechnen müssen.
Obwohl das "Opfer" nun auch Deutscher war, wurde gegen den Hausbesitzer auch in Deutschland nie Anklage erhoben. "CV, Klarer Fall": Die "Tat" war dort wo sie verĂĽbt wurde durch US-Recht gedeckt. Ende der Durchsage.

Achim hat geschrieben:
Im Prinzip musst du das auf uns Deutsche ĂĽbertragen. NatĂĽrlich dĂĽrfen wir bei euch mitspielen!

Widersprichst Du Dir da nicht gerade ein bisserl selber? 8-)

Achim hat geschrieben:
....kommen wir aber nach Deutschland zurĂĽck und jemand kann uns nachweisen, dass wir in Ă–sterreich an einer Hausverlosung teilgenommen haben, geht es uns wie dir, der da gerade ohne Frau aus Uruguay nach Ă–sterreich zurĂĽckkommt..........

Sorry, aber es bleibt dabei: DAS STIMMT EINFACH NICHT!
Sehen wir uns doch einfach mal den "sagenumwitterten" § 285 StGB genauer an:
der deutsche Gesetzgeber hat geschrieben:
[align=center]§ 285 Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel
Wer sich an einem öffentlichen Glücksspiel (§ 284) beteiligt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft.[/align]

Alles klar?
Nein?
Gut, dann noch einmal die wesentlichste Passage:
der deutsche Gesetzgeber hat geschrieben:
[align=center].........am unerlaubten........[/align]

Jetzt alles klar?
Nein? Immer noch nicht?
OK:
Also: Wo gilt den dieses Gesetz? - Natürlich dort wo der deutsche Staat die "Rechtshoheit" hat. (Nicht zu verwechseln mit "Hoheitsrecht" - Denn z.B. Hat der deutsche Staat in seinen ausländischen Botschaften zwar nicht das Hoheitsrecht (sondern der Staat in dem sich die Botschaft befindet) aber er hat die Rechtshoheit (weil das so nach internationalen diplomatischen Spielregeln ausgeschnapst wurde.)
Der deutsche Staat kann also (sollte er nicht, siehe nächster Absatz), dort wo deutsche Rechtshoheit gilt, bestimmen was "erlaubtes Glückspiel" und was "unerlaubtes Glückspiel" ist.
Um nun das am häufigsten strapazierte Beispiel Österreich herzunehmen: In Österreich hat Deutschland KEINE Rechtshoheit. Was in Österreich legal oder nicht legal ist bestimmt nur Österreich - die Zeiten wo Ö nach deutscher Pfeife zu tanzen hatte sind seit 65 Jahren vorbei.
(Stimmt eigentlich auch nicht, denn seit 1.12.2009 hätten beide Staaten eigentlich nach der Pfeife des Europarechts zu tanzen, aber wollen wir die Sache nicht unnötig verkomplizieren.)

=> Wird nun eine Hausverlosung nach österreichischem Recht veranstaltet, dann ist diese Hausverlosung ein "erlaubtes Glückspiel".
(Auch dann, wenn dies der deutschen Regierung so gar nicht passt.)
=> Nimmt eine Person (wurscht ob Deutscher, Suaheli, oder Ă–sterreicher) an einer solchen Hausverlosung teil, nimmt er an einem "erlaubten GlĂĽckspiel" teil und kann daher nicht (NICHT!) wegen "Teilnahme an einem unerlaubten GlĂĽckspiel" belangt werden.

Dass der Deutsche auch unbehelligt an einem solchen "erlaubten GlĂĽckspiel" teilnehmen kann ist ĂĽbrigens auch in dem "heiligsten aller Gesetze" garantiert! Die Rede ist hier vom GrĂĽndungsvertrag der EU, dem s.g. "Vertrag von Rom" der das Fundament der gesamten EU bildet. In diesem "Vertrag von Rom" besagt u.a. der "Artikel 28 und 29" insbesonders aber der "Artikel 49":
Artikel 49 Vertrag von Rom hat geschrieben:
Die Beschränkungen des freien Dienstleistungsverkehrs innerhalb der Gemeinschaft für Angehörige der Mitgliedstaaten, die in einem anderen Staat der Gemeinschaft als demjenigen des Leistungsempfängers ansässig sind, sind (...) verboten.

Die EU. vor allem aber auch der EUGH hat nun in mehreren Entscheidungen und Aussagen zweifelsfrei festgestellt, dass das Anbieten von GlĂĽckspiel nichts weiter als eine "ganz normale Dienstleistung" ist - und selbst die Richter beim ersten Prozess gegen Stiny haben auf diesen Umstand ausdrĂĽcklich Bezug genommen. (Und sich mit dieser Bezugnahme aus der Verantwortung gedrĂĽckt, aber das steht wieder in einem anderen Kapitel.)

Zusammenfassung:
* Hausverlosungen sind (z.B. in) Ă–sterreich legal.
* Ă–sterreich ist (wie Deutschland) ein vollwertiges Mitglied der EU
* Der Artikel 49 des Vertrages von Rom garantiert den "Freien Dienstleistungsverkehr"
* Der § 285 des (deutschen) StGB verbietet nur die Teilnahme an "unerlaubten Glückspiel".
[align=center]::: Es kann daher kein Zweifel daran bestehen, dass der deutsche Bürger völlig legal an einer in (zB) Österreich veranstalteten Hausverlosung teilnehmen DARF! :::[/align]

Achim hat geschrieben:
Aber: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Das ist ja in gewisser Weise der "springende Punkt": Das Deutsche GlĂĽckspielmonopol ist - ebenso wie das Ă–sterreichische klar Europarechtswidrig.
Das Europarecht ist aber fĂĽr Deutschland genau so bindend wie fĂĽr alle anderen Mitgliedstaaten der EU. Es wird hier also durch die deutschen Richter NICHT fĂĽr die Einhaltung gĂĽltiger Rechtsnormen gesorgt, sondern ein bewusster, bekannter und unbestrittener Rechtsbruch begangen.
Es geht bei dem Deutschen Glückspielrecht nicht um ein Gesetz wo es dem Bürger (wie bei jedem Gesetz) freisteht nach den Lücken zu suchen und diese zu nutzen, sondern es geht darum Millarden-Profite der Glückspiel-Lobby zu schützen. Dementsprechend *öhm* "großzügig" werden die (eigentlich bereits ungültigen, weil Europarechtswidrigen, s.o.) Gesetze angewendet. Nach dem Motto: "Weil nicht sein kann was nicht sein darf" wurde ja auch unlängst ein Quiz (eigentlich erlaubt) behördlich untersagt - in diesem Fall hat man dann Zuflucht bei der "fehlenden gewerberechtlichen Erlaubnis für den kommerziellen Verkauf von Teilnahmescheinen" Zuflucht gesucht. Einem Volker St. hängt man "Betrug in 19.000 Fällen" an, (nach dem Motto: "Wer sich verteidigen muss hat keine Kraft für den Angriff") ...und so gehen der deutschen Richterschaft die eine reichlich unrühmliche Tradition darin hat sich in den Dienst der Mächtigen und nicht des Rechts zu stellen, die schrulligen Ideen nicht aus um den Bürger dumm und unmündig zu halten. Wäre ich Deutscher, würde ich längst an einer kleinen Revolution schnitzen, verdient hätten es diese Bonzen die sich dann auch noch ungeniert ihre Dienstwagen bei der Urlaubsreise vom zweckentfremdeten Chauffeur klauen lassen allemal. Aber das ist wiederum Euer Problem - letztlich ist es nur eine Frage der Zeit bis es dem Volk wirklich reicht (siehe Griechenland) und es beginnt trotz aller Lethargie auf die Barrikaden zu gehen. Wie die Politik-Clowns es geschafft haben den verdienten Dresche zu entgehen dass Sie einerseits unvorstellbare Summen in zockende Banken stecken konnten, während sie gleichzeitig Gross-Arbeitgeber wie Opel oder Quelle in den Konkurs rauschen liessen, ist mir ohnehin ein Rätsel und eigentlich nur ein Zeichen wie "Obrigkeitshörig" der Deutsche ist.

So, aber um auch hier zu einem Ende zu kommen, (wiewohl sich noch sehr viel zu dem Thema sagen liesse):
Es gibt den alten Spruch: "Jeder Krammer lobt seine Ware" - und aus diesem Blickwinkel ist es verständlich, dass Du, wenn Du glaubst eine "Hintertüre" nach deutschem Recht gefunden zu haben (was, siehe oben, mbMn ein Irrgalube ist) es "erquicklich" findest, wenn das Märchen dass selbst die Teilnahme an einer (legalen) Hausverlosung strafbar wäre, am Leben erhalten wird.
Meiner Meinung nach schiesst Du Dir mit diesem einfach aussehenden und verlockenden Weg aber selbst ins Knie, weil der "normale Durchschnittsmensch" weder differenzieren kann noch will! Die ganze Menge an (größtenteils schlicht falschen) Gerüchten die sich rund um das Thema Hausverlosung, Hausquiz oder was auch immer ranken, führen nur dazu, dass der Mensch, wenn er diesem Thema begegnet "automatisch scheut" - iaW: Wenn er vor der Entscheidung steht eine Chance zu nutzen oder nicht, und sich prinzipiell unsicher ist (weil man doch schon soooo viel gehört hat...) dann tut er im Zweifel: NICHTS!
Und da kannst Du dann mit Engelszungen reden und die feine Säbelführung erklären die Du seit Anfang März 2010 gefunden haben willst - die Leute werden, eben "im Zweifel" lieber NICHT mitspielen.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen:
Ich habe nichts gegen eine gute und clevere Konkurrenz - im Gegenteil! Aus je mehr Rohren FĂśR die Idee der Hausverlosung (egal in welcher AusfĂĽhrung) geschossen wird, desto besser wird es allen gehen!
BloĂź mit: "Die Teilnahme an der Hausverlosung ist illegal - nur wer bei Dir mitspielt ist auf der sicheren Seite." erreichst Du gar nichts!
Stelle uns doch Dein Konzept vor, wir freuen uns mit Dir wenn es funktioniert und der Staat nicht wie bei tombola24.de spätestens dann wenn der Laden brummt kommt und ihn Dir unter einem neuen kreativen Vorwand abdreht!

(Und tombola24.de hat sich eigentlich auch an die deutschen Gesetze gehalten indem sie den Spieleinsatz pro Spiel auf die bisher gültige "Geringfügigkeitsgrenze" von 50 Cent gedrückt haben - Trotzdem haben die Richter befunden, dass "im Gegensatz(!!!) zu den TV-Call-in-Formaten" tombola24 auf die wiederholte Teilnahme abziele und somit der (vermutete!) Gesamteinsatz eines einzelnen Spielers massgeblich wäre. - NATÜRLICH ist diese Argumentation ABSURD, ...aber die Kriegskasse von tombola24 war halt einfach deutlich leerer als jene von VOX oder RTL oder wie die ganzen Sender heissen.
Bleibt in diesem Zusammenhang nur zu hoffen, dass Du einen dicken Batzen Geld auf der Seite liegen hast, um Dich entspannt wehren zu können, wenn die (meist eben absurden) Angriffe gegen Dein System von der Leine gelassen werden.
(Und die wird man spätestens dann von der Leine lassen, wenn die Lottogranden zu dem Schluss kommen, dass Du und Dein Erfolg ihnen "gefährlich werden" könnten!)

.........aber ich werde mir sicher mit einigem Interesse Dein System & Angebot ansehen, sobald Du uns verrätst wo wir es finden können! :mrgreen:

Ganz zum Schluss noch einmal und mit aller Deutlichkeit: Du tust Dir selber keinen Gefallen wenn Du auf den Zug aufspringst die Teilnahme an einer (legalen) Hausverlosung als strafbaren Tatbestand zu kolportieren. Ăśberzeuge doch lieber mit Deinem Konzept!
Sieht man sich die Beträge an, die Woche für Woche von den Glückspielmonopolisten geradezu von der Bevölkerung abgezockt werden, dann ist der Markt wahrlich groß genug für eine ganze Reihe von uns! :-)

_________________
Und wenn ich übers Wasser laufen könnte, würde es welche geben die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

Anfang 2010 habe ich wegen massiver gesundheitlicher Probleme die Leitung von QUAEVS an meine Frau plus Assistenten/Geschäftsführer übergeben.
Man kann zu Recht sehr viel Böses über Lucie sagen, - das Scheitern dieses Projektes ist aber NICHT ihre Schuld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Sa Mär 27, 2010 11:45 pm 
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Hallo "Q"

Dein „Herzlich Willkommen“ kann ich ja nach deiner Antwort fast nicht glauben………..

Kann es sein dass du Freund und Feind verwechselst?
Wie du selber sagst: ---die Zeiten wo Ö nach deutscher Pfeife zu tanzen hatte sind seit 65 Jahren vorbei.----- deine Wortwahl könnte vermuten lassen, dass wir immer noch verfeindet sind?
Ich wollte keinen Sarkasmus und auch keine Spitzfindigkeiten in der Vertiefung meiner Wortwahl, die eine Auseinandersetzung zwischen uns beide vermuten lassen könnte. Ich wollte mit meinem Beitrag eine konstruktive Auseinandersetzung zum Thema, mit einem Win-Win-Ergebnis.
Das zu vermitteln ist mir scheinbar nicht gelungen.

Aber nun zu deinen AusfĂĽhrungen:

Ja, ich bin der Meinung, dass du Recht damit hast, dass wir seit dem 1.12.2009 eigentlich nach der Pfeife des Europarechts zu tanzen hätten.

Ja, und ich bin auch der Meinung dass du Recht damit hast, dass es bei dem deutschen GlĂĽckspielrecht nicht die Einhaltung von Gesetzen geht, sondern es geht darum Millarden-Profite der GlĂĽckspiel-Lobby zu schĂĽtzen indem groĂźzĂĽgig bereits ungĂĽltige, weil Europarechtswidrigen, Gesetze angewendet werden.

Ja, vor allem hast du mit deiner Ausführung der Obrigkeithörigkeit recht, die wir Deutschen an den Tag legen, wofür ich mich auch aufs äußerste schäme.


Nun noch ein paar Antworten und Erwiderungen

Meine Plattform betreibe seit Anfang März 2010.

Mit Verlosungen und Gewinnspielen befasse ich mich beruflich seit dem 04.02.2006. Ich habe Quasi eine der ersten erfolgreichen Verlosungswebseiten und Gewinnspielwebseiten fĂĽr spanische und portugiesische Immobilien programmiert.

Die Terminologie "ich musste mich mit dem Thema befassen" ist deutschtypisch, ihr in Ă–sterreich habt auch Vokabular drauf, ĂĽber das wir Deutschen schmunzeln.

Wer sagt dir, dass ich nicht schon längst an der „kleinen Revolution“ schnitze?

Ja, du hast Recht, ich würde mir ins eigene eigenes Knie schießen, wenn ich mit der Aussage hausieren gehe, dass nur Hausgewinspiele rechtmäßig sind. Aber das tue ich doch gar nicht. Für andere Länder biete ich die Austragung von Verlosungen und das entsprechende Equipment und die Dienstleistungen an.

Du willst MEIN System anschauen? Ich habe gar keines. Ich biete nur deutschen Veranstaltern an, dass sie ihren Wertgegenstand nach einem System ausspielen sollten, dass mit einer ganzen Reihe von Rechtsanwälten ausgearbeitet wurde. Hierzu bringe ich sie in Verbindung mit einem von den Rechtsanwälten, den Rest mache ich dann im Auftrag des Veranstalters in Absprache mit seinem Rechtsanwalt.

Schön, dass du clevere Konkurrenz magst. Ich fände es nur besser, wenn du mich als ein Mitbewerber (ist in Österreich evtl. dasselbe, aber in Deutschland differenzieren wir das) betrachten würdest, mit dem du im Schulterschluss die Idee der Vermarktung von Immobilien per Los oder Gewinnspiel nach vorne treiben kannst.

Ich habe meine Webadresse hier nicht direkt veröffentlicht, weil ich nicht den Eindruck hinterlassen wollte, dass ich nur Werbung in eigener Sache machen will. Jeder angemeldete User konnte sie aber über mein Profil erreichen ;) . Da du mich aber nun hier direkt aufforderst (.........aber ich werde mir sicher mit einigem Interesse Dein System & Angebot ansehen, sobald Du uns verrätst wo wir es finden können! ...........) hier nur meine Adresse öffentlich: http://www.win-online.eu

Achim

_________________
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Focus irrt und vertuscht:
BeitragVerfasst: Di Mär 30, 2010 11:07 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beiträge: 531
Doch, doch! Das "Herzlich Willkommen!" kannste ruhig glauben :-)

Mit der Einmahnung "Konkurrenz" vs. "Mitbewerb" hast Du aber recht - vor allem wenn man das so definiert:
"Konkurrenten" sind Anbieter von Vergleichbarem.
"Mitbewerber" sind Anbieter von Ă„hnlichem (das aber eben nicht direkt vergleichbar ist).

Hausverlosungen (etc) sind aber ebenso unterschiedlich wie die Häuser/Preise bzw. deren jeweiligen Eigenschaften und Lage etc. - Im Grunde ist das ja das Schöne an der Hausverlosung, dass es im Grunde nie zwei "Gleiche" geben wird.
Gut: Ich gelobe Besserung und werde künftig darauf achten die präzisere Terminologie zu verwenden! 8-)
.......auf der anderen Seite: Wie passt das mit
Zitat:
Ich wollte ... keine Spitzfindigkeiten in der Vertiefung meiner Wortwahl,
zusammen? *fiesgrins*

Dazu, allerdings:
Zitat:
....Ausführung der Obrigkeithörigkeit recht, ... wofür ich mich auch aufs äußerste schäme.
hast Du keinen Grund! DU tust ja was dagegen, wehrst Dich, suchst nach Wegen um letztlich den Protektionisten den "Stinkefinger" zu zeigen! Dass ich persönlich - und wie ich gelesen habe, nicht nur ich - einiges an Zweifeln habe, dass Du dabei den richtigen Weg gehst, steht auf einem anderen Blatt.
Das Problem ist aber leider keines wo man sich denken kann: "Na gut, wenn's den Achim auf die Pfeife haut, dann ist das eh nur sein Problem."
Weil:
Jeder der mit diesem Thema einen veritablen Bauchfleck aufs Parkett legt, schadet damit der "Hausverloserei" insgesamt - warum glaubst Du engagiere ich mich / wir uns mit streckenweise viel Energie fĂĽr ANDERE, fremde Hausverlosungen? Also im Grunde fĂĽr den "Mitbewerb" :-) ?!

Ich war bloss leider die letzten 14 Tage weitgehend "ausser Gefecht" und konnte was unsere Aktivitäten betrifft nur das Notwendigste erledigen und daher stapelt sich hier die Arbeit bereit mich grimmigen Gesichtes anzufallen. Werde mir daher Deine Webseite erst dieser Tage mal ansehen.

Grundsätzlich (und wie gesagt, ohne Deine Seite im Detail angesehen zu haben), sind die Argumente vom WCM-Team durchaus wertig. Es gab auch bereits einen anderen Anbieter, die mit "Vii-tu" (oder so ähnlich) trotz einem erstklassigen Konzept und ebenso erstklassiger Programmierung durch ein ganzes Team, "baden gegangen" sind. Einfach weil man für eine erfolgreiche Umsetzung nicht nur Top-Programmierer braucht und "zugekaufte" Juristenmeinungen etc. sondern selber enorm viel an juristischem und kaufmännischen Wissen mitbringen muss. (My 2 Cents)

Wenn Du sagst:
Zitat:
....System, das mit einer ganzen Reihe von Rechtsanwälten ausgearbeitet wurde....
dann kräuseln sich auf meiner Stirn schon wieder die Falten. Denn:
Es gibt in Deutschland genau zwei Anwälte, die wirklich hochgradig auf das Thema Glückspielrecht spezialisiert sind: Falco Henkel und Dr.Bahr; Beide kenne ich mehr oder weniger gut, und kann mit Sicherheit ausschliessen, dass einer der beiden ein Konzept sieht wonach man in irgend einer Form irgend eine Art von "Hausverlosung" IN (!) Deutschland legal anbieten könnte. Auch wir sind schliesslich nicht nach Belize ausgewandert, weil wir's da so schön finden (obwohl es das sogar ist! *smile*) sondern weil das die einzige taugliche Version ist um legal in diesem Sektor gewerblich arbeiten zu können.
Das Grundproblem mit Anwälten (no offense, guys!) ist, dass die Verlockung sehr gross ist, dem Mandanten zu erzählen was er hören will. Damit macht man sich nicht nur im Vorfeld das Leben leicht (geht schnell und man hat einen glücklichen Mandanten auf der einen Seite und einen glücklichen Banker auf der anderen Seite) - sondern es bereitet auch den Boden auf, um später noch eine grössere "Ernte" einzufahren. Gibts nämlich trotz des ursprünglichen "grünen Lichtes" Ärger, hat man gleich einen Mandanten den man vertreten und dabei noch mehr Geld verdienen kann. Aussagen von Anwälten haben im Grunde keinen Wert, ausser sie geben dir die Auskunft nicht nur schriftlich (und nur dämliche Anwälte tun das) sondern geben auch gleichzeitig eine ebenso schriftliche Erklärung ab Dich (oder Deine User) nicht nur kostenlos zu vertreten falls es zum Ärger kommen sollte, sondern Dich auch in allen Fällen einer allfälligen Verurteilung "schad- & klaglos" zu halten. (Und lass mich raten: Ein derartiges Papier hast Du von keinem der Anwälte die Du gefragt hast?)

Es gibt derzeit zwei grundprinzipielle Aussagen die man sogar schriftlich festhalten kann:
1.: Es ist (derzeit) NICHT möglich Spiele deren Ausgang auch nur teilweise von Glück und/oder Zufall abhängig sind und bei denen es eines finanziellen Einsatzes bedarf um teilzunehmen IN (!) Deutschland zu veranstalten. (Anderswo darf man das sehr wohl, und man darf dieses Angebot auch in Deutschland verbreiten!) und
2.: Das unter Punkt 1.: Genannte ist zweifelsfrei Europarechtswidrig, (deutsche) Richter die trotzdem im Sinne dieser deutschen Gesetze urteilen, wohl wissend dass sie damit eigentlich geltendes Recht brechen, sind bloss leider in unserem Rechtssystem für ihre *ähm* - naja, warum soll man es eigentlich nicht beim Namen nennen? - "Verbrechen"(!) nicht haftbar zu machen.

Unter dem Gesichtswinkel (1.: ) betrachtet ist jemand der (in Deutschland) nicht nur die erforderlichen Utensilien (Programme, Software, Plattform) zur Verfügung stellt um "Privatverlosungen" zu veranstalten sondern dazu sogar noch auffordert bzw. zu solchen Veranstaltungen "ermuntert" theoretisch härter zu bestrafen als der tatsächliche "Privatveranstalter" weil bei diesem "Aufforderer" ja noch der Aspekt der gewerblichen, also fortlaufenden, Tätigkeit (Begehung des "Verbrechens") hinzukommt.
....aber noch einmal: Ich habe mir Deine Seite noch nicht angesehen, das was ich hier schreibe ist also zunächst einmal nur "graue Theorie". Vielleicht hast Du ja wirklich den(!) Weg gefunden?!

Jedenfalls: Lass Dich bloss nicht von mir/uns abhalten in diesem Forum so viel Werbung für Dein Angebot zu machen wie Du magst! (Auch in der Signatur sind Links möglich)
Klar werden wir vermutlich hier darüber diskutieren - aber alle Mods und Admins sind dabei darauf bedacht, dass der Rahmen der Sachlichkeit und der korrekten "sozial veträglichen" Umgangsformen gewahrt bleibt.

Wie erwähnt hänge ich derzeit ein wenig mit der Arbeit hinterher, in den nächsten Tagen hoffe ich das aufholen zu können, und dann können wir gerne weiter darüber diskutieren. (Also ich zumindest! :-) )

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